Nicht jedes internationale Unternehmen ist ein multinationales Unternehmen

Gibt es Unterschiede zwischen multinationalen Unternehmen, internationalen Unternehmen und globalen Unternehmen? Auf den ersten Blick mögen diese Begriffe wie Synonyme erscheinen, es gibt jedoch klare Unterschiede.

 

Ein multinationales Unternehmen ist immer international tätig, aber ein international tätiges Unternehmen muss nicht multinational sein. Sehen wir uns die Unterschiede einmal genauer an.

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Globales Unternehmen

Ein weltweit operierendes Unternehmen, das großenteils zentral gesteuert wird, aber eine einheitliche Produkt- und Markenpolitik verfolgt. Die jeweiligen nationalen Gesellschaften haben in erster Linie Distributionsaufgaben. (Beispielsweise: Exxon, Toyota)

Multinationales Unternehmen

Ein weltweites, auf Basis von Tochtergesellschaften operierendes Unternehmen, das eine größere regionale Unabhängigkeit besitzt. Die lose föderierten nationalen Gesellschaften übernehmen das gesamte operative Geschäft sowie Teile der strategischen Aufgaben. (Beispielsweise Unilver, ITT)

Internationales Unternehmen

Ein Unternehmen, das auch ohne ausländische Direktinvestition weltweit tätig ist. Die Geschäfte erfolgen auf Basis von Exportaktivitäten oder internationalen Kooperationsverträgen wie Lizenzierungen und Franchising vom Hauptsitz des Unternehmens aus. Unter diese Kategorie fallen die meisten international tätigen Unternehmen, unabhängig davon, ob es sich dabei ein großes oder ein kleines Unternehmen handelt. (Beispielsweise IBM, Ericsson)

Heutzutage können es sich die meisten Unternehmen nicht mehr leisten, sich ausschließlich auf den Inlandsmarkt zu konzentrieren und dabei zu hoffen, nationaler Marktführer zu werden. Die Präsenz auf dem internationalen Markt kann sich lohnen, zunächst muss das Unternehmen aber genau abwägen, welchen internationalen Weg es geht. Wie wichtig ist es dem Unternehmen, die Kontrolle auf dem internationalen Zielmarkt hundertprozentig zu behalten? Gibt es wirtschaftliche Vorteile, in eigenständige Tochtergesellschaften zu investieren, beispielsweise um vor Richtlinien und Vorschriften im eigenen Land zu flüchten oder um näher am Rohstoffmarkt zu sein?

Große Unternehmen wollen bezüglich der Produktions-, Beschaffungs- und Absatzpolitik in der Regel vor Ort weitgehend unabhängig sein. Deswegen haben sich moderne multinationale Unternehmen mittlerweile zu so genannten transnationalen Unternehmen entwickelt. Solche Unternehmen zeigen sich gegenüber verschiedenen Kulturen als grundsätzlich aufgeschlossen, man orientiert sich an einer global geregelten Unternehmenskultur.

Eine solche einheitliche Unternehmenskultur fördert die Kommunikation zwischen den Standorten und nimmt die Form einer Netzwerkorganisation an, die geografisch nicht mehr zugeordnet werden kann. Ziel ist es, dass die Kunden das Produkt nicht mehr mit einem Standort, sondern mit dem Unternehmen identifizieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Unternehmen Daimler-Benz, das bereits seit 1994 seine Weltprodukte nicht mehr mit „Made in Germany“ kennzeichnet, sondern mit „Made by Mercedes“.

 

Klassische multinationale Unternehmen dagegen stehen stark im Bezug zu ihrer nationalen Identität, auch wenn ihre Tochtergesellschaften in puncto Produktion, Beschaffung und Absatz weitgehend unabhängig sind. Gute Beispiele hierfür sind Unternehmen wie McDonalds oder Apple.

Es gibt allerdings nicht nur Unterschiede zwischen globalen Unternehmen und internationalen Unternehmen. Auch das globale und internationale Marketing unterscheiden sich. Beim internationalen Marketing werden Marketingentscheidungen in den individuellen Ländern getroffen, weil die Mitarbeiter vor Ort die besten Kenntnisse über den Zielmarkt besitzen. Beim globalen Marketing wird die Welt als Ganzes berücksichtigt. Diese Marketingstrategie wird bei Produkten angewendet, die sich in alle weltweiten Märkte integrieren lassen. Auf diese Weise kann ein Produkt sehr viel schneller auf den Markt gebracht werden.

Für eine gute Internationalisierungsstrategie reicht es nicht aus, die Produktinformationen einfach nur zu übersetzen. Hier sind professionelle Übersetzer gefragt, die zwischen den Kulturen des Hauptunternehmens und des Zielmarktes vermitteln können. Unverzichtbar sind umfangreiche Kenntnisse der Zielgruppe und des Absatzmarktes sowie gut formulierte Texte, die die Zielgruppe überzeugen.

Lingo24 arbeitet mit sehr guten Übersetzern auf der ganzen Welt zusammen, die sich auf ihrem Heimatmarkt bestens auskennen und genau wissen, wie ansprechende Werbetexte klingen müssen. Gern beraten wir Sie ausführlicher.