Neue Technologien treiben die Globalisierung voran

Die Massenproduktion, die in den 70er Jahren noch so beliebt war, spielt in Deutschland keine große Rolle mehr. Heute steht die Qualitätsarbeit wieder im Vordergrund – und damit diese kostengünstig umgesetzt werden kann, wird verstärkt auf neue Technologien gesetzt. Aus diesem Grunde prägen drei Veränderungsprozesse derzeit die deutsche Wirtschaft: neue Technologien, Globalisierung und demografischer Wandel.

Warum neue Technologien?

Sie erleichtern die globale Kommunikation und machen Güter sowie Dienstleistungen weltweit verfügbar. Zudem beschleunigen neue Technologien Transaktionen und verbilligen diese. Dadurch konnten bereits viele Länder bisherige Standortnachteile in Vorteile umkehren. Bekanntes Beispiel: Die Textilindustrie produziert in Ländern wie Bangladesch, Pakistan und Indien. In Deutschland wird so gut wie keine Kleidung mehr hergestellt, aber teilweise hochpreisig verkauft.

Allerdings werden erst 20 Prozent der Güter und Dienstleistungen international gehandelt und lediglich 30 Prozent der Weltbevölkerung sind in die Weltwirtschaft integriert. Die sogenannten Global Player Nordamerika, Westeuropa und Asien, die als „Motoren der Globalisierung“ gelten, wickeln etwa drei Viertel des Welthandels ab.

Globalisierung = Technologie

Vorangetrieben wird der Globalisierungsprozess der Märkte in erster Linie durch neue Technologien in den Bereichen Kommunikation, Information und Transport. Nationale Standorte werden durch weltweite Datennetze, Satellitenkommunikation, computergestützte Logistik und fortschrittlichste Verkehrsmittel von Produktion, Produkten und Dienstleistungen abgenabelt. Diese Technologien ermöglichen es Unternehmen, die für sie günstigsten Produktions- und Lieferstandorte auszuwählen. Angebot und Nachfrage werden immer häufiger aus der ganzen Welt zusammengefasst und die Preisbildung vereinheitlicht.

Multinationale Unternehmen bestimmen mit ihren Investitions-, Produktions- und Produktstrategien zunehmend den internationalen Handel. Auf den Finanzmärkten schließen sich weltweit nicht nur Börsen verschiedener Standorte zusammen – auch der weltweite Handel mit Wertpapieren wächst enorm, da Anbieter und Nachfrager Wertpapierangebote auf weltweiten Aktienmärkten bequem miteinander vergleichen können.

Wer sind die Technologietreiber?

In den meisten Fällen kommen technologische Neuerungen aus dem eigenen Unternehmen. Die Schlüsselfunktion übernehmen hier meist die Abteilung Forschung und Entwicklung sowie die Unternehmensleitung.

Am technologischen Fortschritt sind jedoch auch Kunden beteiligt, die Neuerungen an Unternehmen herantragen. Sie werden als wichtige Technologietreiber wahrgenommen.

Technologiewandel = gen Osten

Unternehmen, die Produktionsstandorte und Lieferanten in anderen Regionen der Welt suchen, richten sich immer häufiger gen Osten. Osteuropa und Ostasien sind die Gewinner der fortschreitenden Globalisierung – trotz Schwierigkeiten wie Wechselkursschwankungen, Korruption und minderwertige Produktqualität. Aus diesen Regionen kommen vor allem Lieferanten, die aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes besonders preisgünstig produzieren können.

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