Kleinunternehmer: Jetzt weltweit verkaufen

Früher war der Cross-Border-Trade – der internationale Handel – den großen Handelskonzernen vorbehalten. Heute beanspruchen auch immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen diesen lukrativen Vertriebskanal für sich – über den eCommerce, den Handel im Internet.

Und die Zahlen sprechen für sich. Der Handel über alle Grenzen hinweg verzeichnet zweistellige Zuwachsraten und für die kommenden Jahre werden weitere Umsatzsteigerungen auf den internationalen Märkten vorhergesagt.

Kleine und mittelständische Unternehmen können die Dienstleistungen von professionellen Anbietern in Anspruch nehmen, wenn sie den weltweiten Markt erobern wollen. Solche Dienstleister bieten Komplettlösungen für den eCommerce. Sie kümmern sich um Zugang zu weltweiten eBay- und Amazon-Marktplätzen, sorgen dafür, dass der Webshop mehrwährungs- und mehrsprachenfähig ist, integrieren Umrechnungskurse, landesübliche Steuersätze, internationale Versandarten und –ziele und bieten Auswertungs- und Analysemöglichkeiten.

Cross-Border-Trade in Eigenregie

Wer die Fäden lieber in der Hand behält und sich um den eigenen Onlineshop selbst kümmern möchte, darf ruhig mutig sein. Marktplätze wie eBay und Amazon sind benutzerfreundlich und bieten selbst Kleinstunternehmen viel Potenzial. Aber wie lässt sich der internationale Handel realisieren? Nehmen wir zum Beispiel eBay als Tor zum Cross-Border-Trade.

International verkaufen über eBay

Weltweit stöbern die Menschen auf eBay. Das Auktionshaus gibt es in 43 Ländern und 90 Millionen Mitglieder sind laut eBay auf den Seiten aktiv. Bevor man die internationale Auktion startet, sollte man sich gut überlegen, ob und wo das Angebot überhaupt Sinn macht. Deutsche DVDs und Bücher interessieren wahrscheinlich nur wenig Menschen in Asien – im Gegensatz zu Österreichern und  Schweizern.

Ausländische Käufer zahlen die ersteigerten Artikel bevorzugt per PayPal. Deswegen ist es sinnvoll, diese Zahlungsmöglichkeit bei internationalen Verkäufen anzubieten. Natürlich ist es auch möglich, den Kaufpreis auf das Bankkonto überweisen zu lassen. Dazu muss er dem Käufer die IBAN- und Swift/BIC-Nummern mitteilen.

Ebay bietet zwei Möglichkeiten zum Verkauf eines Artikels: als Kurzformular oder als ausführliches Formular, das zum Versand ins Ausland zu empfehlen ist. Das Einstellen und die Abwicklung der Auktionen können mühsam sein. Kostenlose Hilfsprogramme von eBay erleichtern das Anbieten der Ware. Der „Turbo Lister“ ermöglicht es beispielsweise, die Angebote erst einmal offline anzulegen und erst später bei eBay einzustellen.

Weltweit verkaufen und bequem verwalten

Diese Gratis-Software ermöglicht es außerdem, Auktionen als bezahlt oder verschickt zu markieren oder Bewertungen abzugeben. Nutzen dürfen diesen Service allerdings nur Verkäufer, die pro Monat beispielsweise 50 Angebote einstellen.

Das sogenannte „Afterbuy“ erleichtert die Auktionsabwicklung auf eBay. Dieses Angebot, das eBay Ende 2007 übernommen hat, ist allerdings kostenpflichtig. Es gibt jedoch auch Hilfsprogramme von anderen Anbietern wie BayWotch. Mit diesem Tool kann man unter anderem beobachten, welche ähnlichen Artikel zu welchem Preis über den virtuellen Ladentisch gehen.

Nur Mut! Erobern Sie mit ihren Produkten die ganze Welt. Und wenn Sie Hilfe bei den fremdsprachigen Angeboten benötigen, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

(Bildnachweis: Tang Yan Song/Shutterstock.com)