Denken wie ein Fisch und daraus lernen

Haben wir unseren Verstand verloren? Man könnte es meinen – aber hinter dem Wahnsinn steckt System. Als kreatives und tatkräftiges Unternehmen suchen wir stets nach neuen Wegen, damit wir noch mutiger, gescheiter und besser werden. Erfahren Sie, was wir in den letzten Tagen veranstaltet haben und wie dies dazu beitragen soll, dass wir unseren Kunden einen noch besseren Service bieten können…

Carpe Diem

Kürzlich legte die gesamte Belegschaft unseres Büros in Edinburgh eine Stunde lang die Arbeit nieder, denn es war Zeit für unsere monatliche „Überraschung“: die tägliche Arbeit unterbrechen, um etwas Neues und Inspirierendes auszuprobieren. Diesmal war es Singen. Für eine geschlagene Stunde wurde aus uns ein Chor. Während einige von uns anlässlich dieser Erfahrung aufblühten und geradezu brillierten, hatten andere ganz offensichtlich ihre Komfortzone verlassen. Aber alle hielten tapfer durch, und am Ende der Gesangsstunde war es der gesamten Gruppe gelungen, das einstudierte einfache Lied mitzuschmettern.

Auch in unserer Niederlassung im rumänischen Timisoara wurde kürzlich ein brandneues Schulungsprogramm für einige Mitarbeiter eingeführt, das sie dazu anregen soll, in neuen Bahnen zu denken und ihre individuellen Kompetenzen zu erkennen und anzunehmen.

Außergewöhnlich sein

Warum sprechen wir jetzt darüber? Nun, in dem berühmten Film Club der toten Dichter (der demnächst sein 16. Erscheinungsjahr feiert) fordert der Lehrer John Keating (gespielt von dem mittlerweile verstorbenen Robin Williams) seine Schüler zu selbstständigem Handeln und freiem Denken auf (Nutzen Sie den Tag. Machen Sie etwas Außergewöhnliches. Schwimmen Sie gegen den Strom.). Schulbücher werden zerrissen, draußen wird umhermarschiert und drinnen auf den Tischen gestanden. Und das alles nur, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die eigene Individualität zu entdecken. Auch wenn wir keine Englischlehrer an einem amerikanischen Internat für Jungen sind, so erkennen wir dennoch Parallelen zu unserem Geschäft.

Das Ergebnis kann nicht wirklich besser werden, wenn alles beim Alten bleibt. Deswegen bringen wir Abwechslung ins Spiel. Wir probieren neue Dinge aus und ändern unsere Sichtweise zugunsten unserer Kunden.

Denken wie ein Fisch…

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Fischer, der überaus erfolgreich war, weil er eine ganz besondere Strategie verfolgte: Er dachte wie ein Fisch. Indem er sich in sein Zielobjekt (Kunde) hineindachte, war er in der Lage, die Fische in hoher Zahl dauerhaft anzulocken. Diese Parabel wird noch heute beim Unterrichten angewendet und soll daran erinnern, wie wichtig es ist zu wissen, was Kunden wollen und dass wir unsere Produkte und Dienstleistungen daran anpassen müssen.

In welcher Branche Sie auch tätig sind, es muss gründlich herausgefunden werden, was Ihre Kunden denken und empfinden und was besonders dringlich ist oder wo ihre Prioritäten liegen. Vielleicht kümmern Sie sich sogar selbst darum. Aber inwieweit haben Sie diese Strategie in Ihr Denken und Handeln übernommen? Und haben Sie irgendwelche Argumente zur Hand, mit denen Sie Ihren Kunden beweisen können, dass Sie sie verstehen?

… und daraus lernen!

In unserer Branche wissen wir, dass Internetkäufer in ihrer Muttersprache einkaufen wollen. Sorgfältig lokalisierte Websites gewinnen in jedem Land mehr Kunden, und somit ist es naheliegend, dass Übersetzungen zu den obersten Prioritäten von Unternehmen zählen, die ihre Geschäfte auf ausländische Märkte ausdehnen wollen.

Aber eine effektive Lokalisierung sollte noch einen Schritt weiter gehen. Der ausgangsprachliche Text sollte nicht wortwörtlich übersetzt werden. Es müssen kreative Texte erstellt werden, die die Bedeutung des Ausgangstextes wiedergeben und der Kultur des Zielkunden gerecht werden. Um ein solches Ergebnis zu erzielen, muss man manchmal ein wenig um die Ecke denken. Oder auf einem Tisch stehen. Oder eine Stunde lang in einem Chor singen. O Kapitän, mein Kapitän!

(Bildnachweis: Mopic / Shutterstock.com)